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Obergermanischer Limes - Glashütten - Idstein


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Limesverlauf von WP 3/35 -  WP 3/25

© Bildquelle: Die Römer in Hessen", 1989,
D. Baatz & F.-R. Herrmann

Limesverlauf von WP 3/35 -  WP 3/25

Streckenabschnitt 3 - Glashütten - Idstein

Westliche Taunusstrecke - Rheingau-Taunus-Kreis

38 Kilometer durch den Untertaunus

"Der Limes durchquert den Rheingau-Taunus-Kreis auf einer Länge von rund 38 Kilometern. Von Westen her kommend trifft er beim ehemaligen "Kastell Holzhausen" nördlich des "Grauen Kopfes" auf die Landesgrenze von Rheinland-Pfalz und Hessen und geht gleichzeitig in den Rheingau-Taunus-Kreis über. Von der Landesgrenze aus verläuft der Limes etwa 1 500 Meter nach Osten und folgt dann der Bundesstraße 260 in einem Abstand von mehr als einem Kilometer in südöstlicher Richtung, bis er nordöstlich von Huppert auf die Landstraße 3455 trifft und dieser folgend Heidenrod-Kemel erreicht.

Von der Ortslage Kemel, die aus einem Römerkastell entstanden ist, verläuft der Limes in östlicher Richtung über den "Galgenkopf" nördlich an Lindschied vorbei und überquert das Aartal nördlich von Adolfseck. Weiter geht es in östlicher Richtung, südlich am Hofgut Georgenthal bei Steckenroth vorbei, bis der Limes nordöstlich von Orlen im Bereich des ehemaligen Kastells "Zugmantel" die Bundesstraße 417 quert. Von dort führt der Limes weiter nördlich an Eschenhahn vorbei, über die "Dasbacher Höhe", am Römerkastell südlich von Heftrich vorüber bis zur Kreisgrenze im "Dattenbachtal". Aus diesem Tal heraus folgt der Limes der heutigen Kreisgrenze bis zur Bundesstraße 8 am nördlichen Ortsrand von Glashütten. Dort verlässt die einstige römische Grenzanlage den Rheingau-Taunus-Kreis und geht in den Hochtaunuskreis über. Im Bereich der "Dasbacher Höhe" ist die Vorverlegung der ehemaligen Grenzanlagen bis zu 750 Meter besonders schön zu sehen.

Die ehemaligen Grenzanlagen sind in der Feldgemarkung nicht mehr sichtbar. In den Waldbereichen hingegen sind die Reste der Grenzanlagen in Form von Wällen und Gräben oder Turmresten teilweise noch erkennbar. Zu nennen sind hier insbesondere die Waldbereiche zwischen der Landesgrenze und Laufenselden, zwischen Born und Steckenroth, der Bereich südöstlich vom Hofgut Georgenthal und südlich der Ortslage Hambach, am "Zugmantel" nordöstlich von Orlen sowie entlang der Kreisgrenze östlich von Heftrich. Besonders erleben kann man den Limes, wenn man dem ausgeschilderten "Limeswanderweg" folgt.

An verschiedenen Stellen wird der Limes bereits durch Rekonstruktionen von Wachtürmen, Palisadenwänden, Erdwällen oder Kombinationen von einzelnen Elementen erlebbar gemacht; etwa die Rekonstruktion eines Wachturmes mit Graben und Palisaden am "Zugmantel" bei Orlen oder die jüngste Wachturm-Rekonstruktion auf der Dasbacher Höhe bei Idstein. Einzelne Ausgrabungsstätten werden mit Hinweisschildern beziehungsweise Informationstafeln versehen. Auf Initiative der Gemeinde Hohenstein wird der Limesverlauf im Bereich von Straßenquerungen mit Holzpalisaden, an denen das internationale Römerturm-Symbol angebracht ist, sichtbar gemacht. In dieser Hinsicht haben sich entlang des Limes im Rheingau-Taunus-Kreis bereits einige Aktivitäten und Initiativen entwickelt."

Textquelle: Wiesbadener Kurier, Freitag, 18. Juni 2004

Die Wiedergabe dieses Artikels erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Wiesbadener Kurier Verlag und Druckerei GmbH & Co.KG

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