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Limesverlauf
bei Hunzel bis Schweighausen
Streckenabschnitt
2 - Hunzel - Mühlbachtal
Rhein-Lahn-Kreis
- EMS
Die Turmstellen
WP 2/20, 2/19, 2/18, 2/17,
2/16, 2/15a, sind nicht erkennbar, ebenso das
Kleinkastell Hunzel. Sichtbar ist nur ein
kurzer Limesabschnitt in einem
nördlichen Teil eines
zweigeteilten kleinen Wäldchens. Der Wall ist als
schwache Erhöhung auszumachen, der Graben enthält
stellenweise Morast. In einigen besonders feuchten
Abschnitten bildete allein die
Palisade die
Grenzsperre.
Das Kastell Hunzel
liegt rund 750 m südwestlich des heutigen Ortskernes
im Ackerland, 165 m hinter dem Limes. Oberirdisch ist vom Kastell heute
nichts mehr zu erkennen.
Hunzel war
Garnisonsort einer unbekannten
Numeruseinheit
zwischen der Mitte des 2. und der Mitte des 3.
Jahrhunderts n. Chr. Das Steinkastell diente als
Ersatz für das Kastell Marienfels. Die Militäranlage
besaß einen rechteckigen Grundriss von 84 x 89 m,
umgeben von einer Steinmauer und einem Spitzgraben
von 4 m Breite und ca. 1,40 m Tiefe.
Drei der
Kastellzugänge waren von Tortürmen flankiert. Die
Porta decumana wies jedoch einen doppelten Zugang
auf. Innerhalb der Mauer konnte nur das zentrale
Hauptgebäude [Principia]
mit seinen wichtigsten Gebäudeteilen nachgewiesen
werden. Vom rückseitigen Tor des Kastells [Porta decumana]
verlief auch ein alter römischer Weg in südwestliche
Richtung nach Marienfels.
Auf die Lage und Ausdehnung des zivilen Dorfes [Vicus]
südwestlich vom Kastell deuten lediglich wenige
Streufunde vom Acker hin.
Vom Wald östlich von
Hunzel verläuft der Limes durch die Felder und durch
den heutigen Ort. Nach einer Biegung in
nordwestliche Richtung beim WP 2/19 zieht der Limes
durch die Felder und Wiesen und anschließend steil
durch die Ostflanke des Tals zum Mühlbach.
Links:
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