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Rätischer Limes: Exkurs: Hüssingen - Villa rustica


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Hüssingen - Villa rustica

© Bild: B. Efinger

Villa rustica bei Hüssingen

Zur Versorgung ihrer Truppen in den Kastellen richteten die Römer ein dichtes Netz von Gutshöfen ein. Dies sind landwirtschaftliche Betriebe mit Ackerbau und Viehzucht. Sie wurden bevorzugt bei Lagern mit ertragreichen Böden angelegt.

Ausgegrabene und gut rekonstruierte Höfe dieser Art finden sich südöstlich von Hüssingen in der Nähe des Hahnenkammsees und bei den Ofnethöhlen bei Holheim. Im Bereich des obergermanisch-rätischen Limes sind über 90 solcher Gutshöfe bekannt.

Zum Gutshof gehörte in der Regel das Hauptgebäude als Wohnung für den Besitzer und dessen Familie, ein kleines steinernes Badehaus, Schuppen, Speicher und Ställe. Das Areal von 2 bis 4 ha umgab eine Steinmauer.

Die Besitzer, die als Kolonisten ins Land kamen oder als entlassene Soldaten im Land blieben, waren in der Regel sehr wohlhabend. Die Erzeugnisse der Gutshöfe wurden über Sammel- und Verteilstationen in die Kasernen gebracht.

 


 

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