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Bild: B. Efinger
Römischer Gutshof bei Holheim - Bad
Unterhalb der
Ofnethöhlen
befindet sich in leichter Hanglage über dem
Maienbach der
römische Gutshof
von Holheim. Über 100 solcher Hofstellen sind in
römischer Zeit hinter dem Limes im Ries gegründet
worden.
Ausgrabungen zwischen 1975 und 1981 ermöglichten die
fast vollständige Freilegung dieses Villenkomplexes,
der aus Wohnhaus, Bad [siehe Bild oben],
Wirtschaftsgebäuden und einer Hofmauer, die das
ganze Areal umfriedet, bestand.
Die Bauweise des vermutlich einstöckigen Wohnhauses
mit großem Innenhof war schlicht. Es war mit
Glasfenstern und einem Schindeldach ausgestattet,
lässt jedoch eine Heizanlage oder einen Keller
vermissen.
Um das Wohnhaus gruppieren sich fünf
Wirtschaftsgebäude, die als Ställe, Scheunen und
Speicher genutzt wurden. Dazwischen sind Gemüsebeete
und Obstbäume zu denken.
Der kleinbäuerliche Betrieb konnte sich weitgehend
selbst versorgen und auch die nötigsten
handwerklichen Arbeiten vor Ort ausführen. Wie der
Fund eines Mühlsteins belegt, wurde etwa das
Getreide in eigener Regie gemahlen.
Eingerichtet wurde die Hofstelle wohl gegen Ende des
1. Jh. n. Chr., vielleicht als Existenzgründung
eines Veteranen. Fünf bis sechs Generationen dürften
den Hof bewirtschaftet haben, bis er im Zuge der
Limesverlegung hinter Donau und Rhein aufgegeben
werden musste.
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