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Obergermanischer Limes - Neuwied-Heddesdorf


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Neuwied-Niederbieber - Kastellbad

Neuwied-Niederbieber - Kastellbad

 

© Bild: B. Efinger

Streckenabschnitt 1 - Neuwied-Heddesdorf

Landkreis Neuwied - NR

Neuwied-Heddesdorf

Nur noch der Name Römerstraße - heute Geschwister-Scholl-Straße - erinnerte an die Garnison der Cohors II Hispanorum equitata pia fidelis und später der Cohors XXVI voluntariorum civium Romanorum im Neuwieder Stadtteil Heddesdorf.

 

Oberirdisch sind keine Reste des Kastells wegen der dichten Überbauung mit Wohnhäusern, Gärten oder Straßenzügen mehr sichtbar. Den Verlauf der Via principalis, der Verbindung der beiden Seitentore, zeigt die heutige Geschwister-Scholl-Straße an.

 

Das 28.000 m² große Kastell aus Stein gilt als Vorgängerkastell von Niederbieber. Es besaß einen rechteckigen Grundriss von etwa 160 m x 180 m und wurde von einer Mauer und einem 8 m breiten Graben umgeben. Erbaut wurde es etwa um das Jahr 100 n. Chr. auf einer flachen Anhöhe ca. 3,5 km vom Limes entfernt.

 

Vor der Südostseite des Kastells, nahe der Porta principalis dextra, befand sich das Kastellbad, das 1898/99 durch die Reichslimeskommission freigelegt wurde. Damals lag das Badegebäude noch im freien Feld, so dass die Ausgrabungen hier ungestört durchgeführt werden konnten. Heute ist es von der Geschwister-Scholl-Schule überbaut, ein kleiner Mauerzug des Bades ist in der Pausenhalle der Schule zu sehen. 

 

Auch das Lagerdorf [vicus], dessen Ausdehnung im Süden, Osten und Westen des Kastells ausgemacht werden konnte, ist heute dicht überbaut.

 

 

 

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