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© Bild:
B. Efinger
Kastellbad Kesselstadt - Rekonstruktion einer
Fußbodenheizung
Streckenabschnitt
5 - Großkrotzenburg - Marköbel
Bis zu
den Chattenfeldzügen Kaiser
Domitians in den Jahren 83 - 85 n. Chr.
bildete noch der Rhein die Grenze des römischen Reiches.
Damit kam die fruchtbare
Wetterau endgültig unter römische Kontrolle.
Vermutlich im Zusammenhang mit diesen Feldzügen
hatten die Römer im Bereich der heutigen
Burg- und Kastanienallee in der Kesselstädter Altstadt ein
14 ha großes Lager angelegt, das dem Ort vielleicht den Namen gab.
Die Kastellmauer
war mit Zwischentürmen bestückt. Spuren einer Innenbebauung fanden
sich nicht.
Noch heute
orientieren sich einige Straßenzüge an dem
einstigen Militärlager von 375 m Länge und Breite, obwohl
es anscheinend
nur sehr kurze Zeit bestand. Wahrscheinlich wurde
die Anlage noch während der Bauarbeiten, zumindest
jedoch nach der Fertigstellung der Kastellmauer
aufgegeben. Mit der späteren Errichtung des Limes
hatte das Steinkastell nichts zu tun.
Anlass, das
Kastell zu räumen, könnte der Aufstand des Mainzer
Kommandanten L. Antoninus Saturninus im Winter der
Jahre 88/89 n. Chr. und der anschließende Wandel der
Strategie in der Sicherung der eroberten Gebiete
gewesen sein.
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