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Hanau-Großauheim - Kleinstkastell Neuwirtshaus
350 m südlich des Wachtpostens 5/13
Streckenabschnitt
5 - Großkrotzenburg - Marköbel
Limesverlauf
Etwa 350 m südlich
von Wachtposten 5/13 liegen 80 m hinter dem
Pfahlgraben die Reste des
Kleinstkastells
Neuwirtshaus. Die Anlage war ein Holzkastell mit
einer Fläche von 0,1 ha. Die Unterkunft im Kastell
besaß einen U-förmigen Grundriss wie das Kleinstkastell
Rötelsee bei Welzheim im
Schwäbisch-Fränkischen Wald.
Der
hufeisenförmige Barackenkomplex besaß einen 11x17 m
großen Zentralhof, der ungepflastert war.
Das Bauwerk wurde
erst in der Mitte des 2. Jh. n. Chr. unter Kaiser
Hadrian
nachträglich errichtet und war offensichtlich nur
bis zur Zeit
Mark Aurels
besetzt. Es
sicherte vermutlich innerhalb eines Sumpfgebietes
einen kleinen Übergang an einem vorgeschichtlichen
Weg, der sog. Birkenhainer Straße.
Die heute
wallartig erscheinende Umwehrung, die damals aus Rasensoden
und Holz bestand, ist heute noch fast 2 m hoch
erhalten.
Der
innere Wall ist durch die Verschüttung nur noch schlecht
sichtbar.
Die 3,5 – 4 m breite Umwehrung wurde durch hölzerne
Zuganker und Querstreben verstärkt. Die Böschungen
waren außen mit Rasensodenplatten abgedeckt. Den
Zugang zur 21x25 m großen Anlage markiert heute eine
Mulde. Er war vielleicht durch zwei Tortürme
gesichert.
Limesrundwanderweg
Im Sommer 2003 wurde auf Initiative des Naturparks Hessischer Spessart und der Stadt Hanau ein etwa 1,5 km langer Limesrundwanderweg beim Kleinkastell Neuwirtshaus eröffnet. Der ebene und überwiegend gut befestigte Rundweg beginnt und endet am Parkplatz direkt neben der Wolfgang-Kaserne an der Bundesstrasse 8 Hanau-Aschaffenburg. Ende Juli 2008 wurden zusätzlich fünf Informationstafeln zum Limes der Öffentlichkeit übergeben. Die Tafeln erklären die ehemalige römische Grenzanlage, die Aufgaben des Wachtpostens 5/13 und des Kleinkastells. Aufgezeigt werden auch die beachlichten Leistungen römischer Ingenieure, die das unzugängliche Gebiet in der östlich von Hanau gelegenen "Großen Bulau" erschlossen.
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