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Bild: B. Efinger
"Hecken-Kastell" Halheim
Nach Pfahlheim begleitet
der Limes die Straße nach Halheim auf ihrer Südseite.
Auf ihrem höchsten Punkt befand sich der
WP 12/101. Nur wenige
Meter nordöstlich davon biegt die Limestrasse leicht
nach Norden ab und überquert das Tal des Sonnenbaches.
In diesem Knick liegt das Numeruskastell Halheim,
heutzutage durch eine Buschhecke gekennzeichnet.
Das Steinkastell war 40 m
vom Limes entfernt und lag auf einer leichten Erhebung
südlich des Sonnenbaches. Die Anlage bildet etwa ein
Quadrat mit den Seitenlängen 80-82,5 m = 0,7 ha. Die
Kastellmauer aus vermörteltem Muschelkalk war 1,2 m
breit, die im Norden und Süden von je einer
Tordurchfahrt unterbrochen wurde. Umgeben war sie von
einem Spitzgraben, der 6,5 m breit und 1,1 m tief war.
Beide Tore, die
Kastellecken und die Mitte der Ost- und Westseite
waren mit rechteckigen Türmen verstärkt. Über Lage und
Größe der Innenbauten ist nichts bekannt. Nach der
geringen Größe der Anlage lässt sich auf eine
Besatzung in der Stärke von 100 - 200 Mann schließen
[Numerusstärke].
Auf dem heutigen Gewann
Hornfeld südlich des Kastells, das vermutlich in der
Mitte des 2. Jh. n. Chr. erbaut und bis in die Mitte
des 3. Jh. n. Chr. benutzt wurde, lag eine zivile
Siedlung, von der verschiedene Kleinfunde wie Hausrat
und Münzen bekannt sind.
An der Straße
Halheim-Gerau steht in Hinweisschild in Form einer
Limesstele; von hier gibt es einen ausgebauten Fahrweg
zur Kastellanlage.
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