© Bild: B. Efinger
Kirche
Mariä Himmelfahrt - Gungolding
"Die kath. Pfarrkirche
Maria Himmelfahrt liegt auf einer Anhöhe nördlich
des Ortes an der Straße nach Pfahldorf.
Das Gotteshaus ist mittelalterlichen Ursprungs;
davon zeugen heute noch das Turmuntergeschoß mit
einem gotischen Spitzbogenfenster an der Ostseite
und die Friedhofsummauerung - einst Befestigung - in
urtümlicher Bruchstein-mauertechnik. 1740 wurde das
Langhaus nach den Plänen des Eichstätter
Hofbaudirektors Gabriel de Gabrieli nach Westen
verlängert, erhöht und barock umgestaltet sowie das
achteckige Turmobergeschoß errichtet.
Den lichten Innenraum schmückten 1740/41 Eichstätter
Künstler: Den Bandwerkstuck der Decke und die Kanzel
schuf Franz Xaver Horneis, die Gemälde an der Decke
des Langhauses (Aufnahme Mariens in den Himmel) und
des Chores (Maria Krönung) sowie an der
Emporenbrüstung Joseph Dietrich. Auch den Hochaltar
führten 1742 Eichstätter Meister aus, allerdings
kamen spätgotische Skulpturen wieder zur
Aufstellung: In der Mitte eine Marienfigur (um 1470)
und über den seitlichen Durchgängen St. Barbara
(rechts) und St. Katharina (links); beide
Seitenfiguren gehörten zusammen mit der St.
Margareta (an der rechten Langhauswand hinten) zu
einem spätgotischen Schreinaltar (um 1500).
Aus dieser Zeit stammt auch eine Holzfigur des
Christus Salvator (in der Mitte der rechten
Langhauswand). Die übrige Ausstattung ist barock:
Die Holzfigur der hl. Appolonia (mit Zange) an der
linken Langhauswand (um 1630 1650), die Beichtstühle
(um 1700) und die Seitenaltäre (um 1740). Die
Skulptur des Papstes Urban an der linken
Langhauswand stand ursprünglich in der Kapelle bei
der Altmühlbrücke und kam erst bei der letzten
Renovierung in die Kirche.
Eine Besonderheit der
Kirche ist der spätgotische Taufstein beim rechten
Seitenaltar. Von diesem Stein wird berichtet, er
habe einst in der Pfalzpainter Kirche gestanden und
sei zum Ausgleich dafür nach Gungolding gegeben
worden, weil um 1550 das Pfalzpainter Schloß in den
Friedhof hinein erweitert wurde, und deshalb die
Toten in Gungolding begraben werden mußten. Der
Stein zeigt ein Wappen mit drei Sternen, das Wappen
der von 1194 - 1452 nachgewiesenen Herren von
Pfalzpaint."
Quelle: "Burgen und Schlösser" - Herausgeber:
Landkreis Eichstätt
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