Friedberg 1 | | 3

   
 
Obergermanischer Limes - Butzbach - Kapersburg


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Reiterhelm

Helm eines Reitersoldaten
Rekonstruktion - Wetteraumuseum Friedberg

© Bild: Wetteraumuseum Friedberg/B. Efinger

Streckenabschnitt 4 - Butzbach - Kapersburg

Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis 

Kohorten-/Alenkastell Friedberg

Seit dem Ende der Germanenfeldzüge im Jahre 16 n. Chr. blieb Friedberg jahrzehntelang ohne römische Besatzung. Erst zur Zeit des Kaisers Vespasian [69-79 n. Chr.] wurde der Burgberg wieder von römischen Truppen besetzt. Dies waren bis 89 n. Chr. die 1. und die 4. Aquitanerkohorte mit je 500 Mann und teilweise beritten. So stand für Patrouillen und Streifzüge über die weiten, offenen Flächen der Wetterau eine beachtliche Zahl von Reitern zur Verfügung.

Als nach dem Chattenkrieg Kaiser Domitians der Ausbau des Limes begann, geriet das Kastell Friedberg weit hinter die Grenzlinie. Weil das Lager in der  Wetterau zentral lag, wurde es nicht aufgegeben und blieb bis zum Rückzug der Römer hinter Rhein und Donau besetzt.

Nun wurde in Friedberg eine "schnelle Eingreiftruppe" von berittenen Bogenschützen, die ursprünglich aus Syrien stammte, stationiert. Die Cohors I Flavia Damascenorum miliiaria equitata sagittariorum von ungewöhnlicher Stärke und großer Kampfkraft konnte von hier aus schnell an jeden Ort des Limes in der Wetterau gelangen. So konnten eingedrungene Feinde auch in größeren Mengen bekämpft oder auch nur solange hingehalten werden, bis die 22. Legion aus Mainz am Ort des Geschehens eingetroffen war.


 

 


 

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