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Dachziegel mit Stempel COHIFDAM der ersten
Flavischen
Damaszener-Kohorte aus Friedberg
©
Bild: Wetteraumuseum Friedberg/B. Efinger
Streckenabschnitt
4 - Butzbach - Kapersburg
Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis
Kohorten-/Alenkastell Friedberg
Gegen Ende des 1. Jh. n. Chr.
bezogen die Römer die fruchtbare Wetterau in ihr
Reichsgebiet ein und umgaben sie mit einer
befestigten Militärgrenze. Der Limes umspannt die
Wetterau in einem weiten Bogen um Friedberg herum
von der
Saalburg über
Butzbach,
Arnsburg hinüber
nach
Altenstadt und
Hanau.
Über Frankfurt-Höchst und
Heddernheim führte eine Römerstraße von Mainz nach
Friedberg und von hier strahlenförmig zu den
einzelnen Grenzkastellen. Die Friedberger Garnison
hatte strategische Bedeutung, denn das Kastell auf
dem markant nach Norden abfallenden Basaltrücken
zwischen Usa und Seebach hatte über einen Signalturm
auf dem Johannisberg bei Bad Nauheim Kontakt zur
Taunusgrenze, so dass jederzeit Reserven dorthin
mobilisiert werden konnten.
Bereits zur Zeit des
Kaisers Augustus, in den Jahren um Christi Geburt,
legten die Römer Militär- und Versorgungslager in
der Nähe von Friedberg an. Auch auf dem späteren
Burgberg wurde in den Jahren 14-16 n. Chr. ein
Militärlager errichtet, das dem Feldherrn
Germanicus
für seine Vorstöße von Mainz aus als Stützpunkt
diente.
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