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Bild: B. Efinger
Kastell Sablonetum -
Bauinschrift
Auch in
diesem relativ kleinen und unbedeutenden Lager konnten
Waffen und Geräte in eigenen Werkstätten hergestellt
und instand gesetzt werden. Die Familien der Soldaten
- Hilfstruppen, die aus allen Gegenden des römischen
Imperiums stammten - lebten in den bescheidenen
Häuschen des
Lagerdorfes [vicus] östlich des Kastells.
Eine kleine Handelsniederlassung oder vielleicht auch
eine kleine Schenke könnte man sich in diesem
Gemeinwesen im unmittelbaren Hinterland des Limes
vorstellen.
Die
Baugeschichte des Kastells wird nun etwas deutlicher
fassbar. Auf eine ältere Anlage, die durch eine
Umwehrung aus Holz gekennzeichnet ist, folgt eine
jüngere mit Steinmauer. Verschiedene Bauphasen lassen
sich auch bei einigen Gebäuden feststellen. Entstanden
sein dürfte die Anlage schon in der frühen
Regierungszeit
Kaiser Hadrians [117 - 138 n. Chr.],
erneuert um 182 und endgültig zerstört in den
Alamannenkriegen
nach 229/233 n. Chr.
Übersetzung der Inschrift aus dem Jahr 182 n. Chr.:
"Dem Imperator Cäsar Marcus Aurelius Commodus
Antoninus Augustus, Germanenbesieger, allergrößter
Sarmatenbesieger, mit tribunizischer Gewalt, Konsul
zum 3. Mal, Vater des Vaterlandes, wurden vom
Castellum Sablonetum die Mauer mit den Toren durch
Steine ersetzt auf Anordnung des Quintus Spicius
Cerialis, des kaiserlichen Legaten mit
proprätorischer Gewalt [=des rätischen
Statthalters], unter dem Konsulat des Mamertinus und
Rufus durch Singulares Pedites, unter der Leitung
des Aurelius Argivus, Zenturios der 3. Italienischen
Legion."
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