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Rätischer Limes: Gunzenhausen - Weißenburg


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Ellingen - Lager am Sand

© Bild: B. Efinger

Kastell Sablonetum - Lager am Sand

Rechtwinklig angelegte Straßen mit Schotterbelag umfassten und unterteilten die Innenfläche des Lagers. Die vom Nord- bis zum Südtor führende Straße war durch ein zentrales Bauwerk unterbrochen. Hierbei handelte es sich um die schlichte Kommandantur [Principia] des Kastells. Ein guter Teil der östlichen Lagerhälfte wurde von einem großen Gebäude in Fachwerkbauweise eingenommen, in dem die Mannschaften untergebracht waren.

Die Besatzung - die römische Truppeneinheit eines Numerus - bestand aus zwei Hundertschaften mit einer Stärke von jeweils 80 Soldaten. Diese bewohnten in Stubengemeinschaften von acht Mann je zwei Räume der Kasernenbaracke. Die beiden Bauten im Nordteil waren wahrscheinlich Werkstätten [fabricae] und Unterkünfte, die massiv gemauerten Fundamente westlich der Kommandantur gehören offensichtlich zu einem Getreidespeicher [horreum]. Vielleicht um ein Lazarett [valetudinarium] handelt es sich bei dem Gebäude im südwestlichen Lagerviertel. Aus mindestens fünf oder sechs Brunnen konnte genügend Wasser gewonnen werden.

Eine beträchtliche Anzahl von Funden aller Art liefert deutliche Hinweise auf das alltägliche Leben der Kastellbesatzung. Sogar die Ernährung der Soldaten ist anhand von Füllmaterialien aus Abfallgruben und aufgelassenen Brunnen zu rekonstruieren. Weinbergschnecken scheinen hier ebenso dazugehört zu haben wie Feigen, die aus den fernen Ländern am Mittelmeer herangeschafft werden mussten.

 


 

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