© Bild: B. Efinger
Römerkastell Abusina-Eining - Thermenanlage
Das
Kastell Eining ist die einzige in ihrem Mauerbestand
vollständig freigelegte und konservierte römische
Wehranlage in Bayern. Zum Kastell Abusina gehörte eine
große Siedlung. Bei Untersuchungen wurden etwa 5.000
Eisen- und 1.500 Bronzegegenstände, zwei kleine
Hortfunde sowie unzählige Scherben und Tierknochen
geborgen. Aufsehen erregten zwei Terrakottafiguren.
Den beiden kleinen, an menschliche Gestalten
erinnernde Figürchen wird kultisch-magische Bedeutung
zugeschrieben.
Von Eining war keine
Sichtverbindung mit dem Limesende jenseits der Donau
auf direkte Art möglich, sondern sie erfolgte über
einen Wachtposten auf dem 2 km nordöstlich gelegenen
Weinberg [Reste von Mannschaftsbaracken und eines
kleinen Tempels sind heute noch als Schuttwälle am
Waldrand erkennbar].
Nördlich des heutigen Ortes
bestand zur Zeit der
Markomannenkriege
gegen Ende des 2. Jh. ein 11 ha großes, bislang in Rätien
einzigartiges Kastell, dessen Westfront bis an die Donau
reichte. Der Nordgraben dieser Anlage ist heute noch
östlich der Kreisstraße, die das Lager durchquert, als
ein mit Bäumen bepflanzter Ödlandstreifen sichtbar.
Das sehr gut erhaltene
Römerkastell Abusina wurde Ende des 19. Jahrhunderts
freigelegt und kann nun als Freilichtmuseum besichtigt
werden.