© Bildquelle: Schautafel des
Kastells
Luftbild
des Römerkastells Abusina-Eining
Römerkastell Eining - Abusina
Das Kastell
Abusina-Eining wurde bereits in den Jahren 79 - 81 n.
Chr. unter
Kaiser Titus
als Holz-Erde-Kastell errichtet und um 150 n. Chr. in
Stein erneuert. Es diente der Sicherung wichtiger
Straßenkreuzungen, der
Donauschiffahrt und
des östlichen Abschnitts der Grenzlinie, die jenseits der
Donau einsetzte [Donaulimes].
Das
Kohortenkastell
diente zunächst der IV. Gallischen Kohorte und später
der III. Britannischen Kohorte [Cohors III Britannorum
equitata] als Standort. Diese umfasste einen
gemischten Verband aus 6 Zenturien Infanterie (480
Mann) und 6 Turmen Kavallerie (144 Mann) und ist als
Stammeinheit ab 153 n. Chr. überliefert. Sie blieb
dort bis zum Ende der römischen Herrschaft in frühen
5. Jh. n. Chr. stationiert.
Das um
120 n. Chr. in Stein ausgebaute Kastell wurde im
Verlauf seiner wechselvollen Geschichte mehrmals zerstört.
Dies geschah in den Kriegen mit den Markomannen und bei den
Stürmen der
Alamannen im 3. Jh. n. Chr. In spätrömischer
Zeit änderte sich auch die römische Strategie.
Am Ende
des 3. Jh. n. Chr. entstand deshalb im südwestlichen
Bereich des ursprünglich 1,8 ha großen Lagers [147x125
m]
auf nur etwa einem Zehntel der Fläche ein
festungsartiges Bauwerk. Der restliche Kastellbereich
wurde, wie man vermuten darf, von der Zivilbevölkerung
des Lagerdorfes besiedelt und ab der zweiten Hälfte des
4. Jahrhunderts auch wieder militärisch genutzt.