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Butzbach -
Rekonstruktionszeichnung des Vicus östlich des
Kastells
Im Hintergrund der
Limes, das Kleinkastell Degerfeld
und die römische Fernstraße ins freie Germanien
©
Bildquelle:
Zeichnung
Dieter Wolf,
Museum
Butzbach
Streckenabschnitt
4 - Butzbach - Kapersburg
Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis
Die
Zivilsiedlung östlich des Kastells
Der Name des
römerzeitlichen
Lagerdorfes [vicus] bei Butzbach ist
nicht überliefert. Es besaß im Vergleich zu den
benachbarten
Kastelldörfern der
Wetterau eine
ungewöhnliche Bauart und Ausdehnung. Seine
Besonderheiten sind sicher auf die Bedeutung des
Grenzübergangs zurückzuführen.
Die große
strategische und wirtschaftliche Bedeutung dieses
Grenzübergangs erforderte eine starke militärische
Präsenz. Deshalb wurde er von zwei
Kastellen, der
Hunneburg und dem kleineren
Kastell
Degerfeld, gesichert.
Schnell nahm die
Zivilsiedlung beachtliche Ausmaße an und bekam
städtischen Charakter. Sie entstand zu
Beginn des 2. Jh. n. Chr. und
erreichte bereits um 130 n. Chr. ihre endgültige Größe.
Die Siedlung besaß
keine eigene Umwehrung. Die geschützte Lage hinter
dem Limes und besonders die unmittelbare Nähe zweier
Kastelle galten offenbar als Garant für die
Sicherheit der Bevölkerung. In dieser Form
existierte die zivile Siedlung etwa ein Jahrhundert
lang, bis sie um 233 n. Chr. durch den Einfall der
Alamannen stark beschädigt und schließlich wie das
Kastell gegen 260 n. Chr. aufgegeben wurde.
Der Vicus konnte
bisher keinesfalls vollständig erfasst werden, auch
das Bad des Kastells und Heiligtümer blieben bisher
unentdeckt.
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