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Obergermanischer Limes - Butzbach - Kapersburg


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Palisadenrekonstruktion beim Turm

Palisadenrekonstruktion bei WP 4/33 auf dem Schrenzer

© Bild: B. Efinger

Streckenabschnitt 4 - Butzbach - Kapersburg

Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis 

WP 4/33 auf dem Schrenzer

Erst viele Jahrzehnte später fand man heraus, dass die römischen Holztürme doch etwas anders gebaut waren, als es die Rekonstruktion in Butzbach glauben machte: wesentlich massiver und mit drei statt der hier vorhandenen zwei Stockwerke. Das Untergeschoss hatte keinerlei Fenster oder Türen und bestand aus massivem Holz, Steinen und Lehm. Die oberen beiden Etagen waren in Fachwerkbauweise erreichtet worden und mit Holzplanken verschalt. Das Dach bestand höchstwahrscheinlich aus Schindeln, denn man konnte im Schutthügel noch eine Vielzahl von Nägeln entdeckten.

Nachdem ein halbes Jahrhundert vergangen und der Verfall des Turmes nicht mehr aufzuhalten war, wurde Mitte der fünfziger Jahre damit begonnen, eine Neukonstruktion in Angriff zu nehmen, die 1957 abgeschlossen wurde. Der Bauherr war nun die Stadt Butzbach selbst. Leider waren zu diesem Zeitpunkt die Kenntnisse über das Aussehen römischer Holztürme immer noch sehr spärlich, so dass wiederum eine wenig originalgetreue Rekonstruktion dabei herauskam, die nach geringfügigen Änderungen und jährlichen Instandhaltungen, heute immer noch steht.

Textquelle: Teilweise aus: Butzbacher Geschichtsblätter Nr.4/04.01.1984, Winfried Schunk - von Stefan Dornbusch - Taunus-Wetterau-Limes


 

 


 

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