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Obergermanischer Limes - Butzbach - Kapersburg


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Turmrekonstruktion WP 4/33 auf dem Schrenzer

Turmrekonstruktion bei WP 4/33 auf dem Schrenzer
Im Vordergrund das rekonstruierte Fundament des WP 4/33

© Bild: B. Efinger

Streckenabschnitt 4 - Butzbach - Kapersburg

Westliche Wetteraustrecke - Wetteraukreis 

WP 4/33 auf dem Schrenzer

Der Holzturm auf dem Schrenzer Berg bei Butzbach zählt zu den ältesten Rekonstruktionsversuchen eines Wachtturmes aus Holz, der am Limes unternommen wurde. 1898 wurde die Stelle nahe des hier gut erhaltenen Pfahlgrabens durch die Reichslimeskommission untersucht, an der sich zwei "unscheinbare" Hügel befanden. Man befasste sich zunächst mit dem südlicheren der beiden Hügel und konnte einen Ringgraben mit einem kreisrunden Plateau von 8,4 m Durchmesser in der Mitte nachweisen. Spuren von vier Pfostenlöchern zeugten von einem Holzturm, der hier einmal gestanden haben muss. Den umlaufenden Ringgraben deutete man als Standort einer Palisade. Heute weiß man, dass es sich dabei aber um einen Entwässerungsgraben gehandelt hat.

Direktor Jäger, Begründer des Butzbacher Geschichtsvereins, stellte noch 1899 den Antrag, "eine geschichtlich treue Nachbildung des hölzernen Wachtturms zu erreichen". Allein durch Direktor Jäger finanziert, begann man nun damit, den ursprünglichen Graben wieder auszuheben und mit einem Zaun von Palisaden zu umgeben. Die Basis wurde wieder hergestellt und die vier Eckbalken des Turmes errichtet. Es wurden zwei Stockwerke erbaut, deren oberes von einer Galerie umgeben war. Die Wände wurden mit Fachwerk ausgebaut und das Dach mit Ginsterbüscheln bedeckt, da man keinerlei Spuren von Ziegeln entdecken konnte.

Textquelle: Teilweise aus: Butzbacher Geschichtsblätter Nr.4/04.01.1984, Winfried Schunk - von Stefan Dornbusch - Taunus-Wetterau-Limes


 

 


 

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