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Bild: B. Efinger
Einzigartig in Europa - Burgus bei Burgsalach
Das
Kleinkastell in der Waldabteilung "Harlach",
dessen Grundmauern hier sichtbar sind, wird gemeinhin
"Burgus" genannt. In der Fachsprache heißen allerdings
nur die spätrömischen Befestigungsanlagen an Donau,
Iller und Rhein so. Die Art des Bauwerks ist einmalig
am gesamten obergermanisch-rätischen Limes und in
vergleichbarer Form nur noch in Nordafrika zu finden.
Dort werden solche Kleinkastelle auf Inschriften als "centenaria"
bezeichnet, das heißt eine Unterkunft für eine
Hundertschaft.
Auch im Burgus war
wahrscheinlich eine selbständige Einheit von etwa 100
Mann unter einem Centurio stationiert. Der Ort am
Knick der wichtigen Limesstraße zwischen den Kastellen
Weißenburg
und Pfünz könnte es aber auch nahelegen, im Burgus
eine Station der Straßenpolizei [Benefiziarier]
zu sehen. Die Festung aus dem 3. Jahrhundert n. Chr.
gehört zu den jüngsten militärischen Anlagen am Limes.
Der quadratische Bau
[32 x 32 m] hatte nur kurze Zeit Bestand, bis das Land
nördlich der Donau von den Römern geräumt und der
Limes aufgegeben wurde.
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