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Rekonstruierter Holzturm

© Bild: B. Efinger

Nachbildung eines Holzturmes

Hölzener Aussichtsturm, der in seiner Form einem Limes-Wachtturm angenähert ist. Als Vorbild dienten Darstellungen auf der Trajans-Säule in Rom. Auf ihr sind solche Türme mit Umgang und Palisaden wiedergegeben. Ein weiterer derartiger Aussichtsturm steht bei Hienheim im Landkreis Kelheim, nahe dem Limesende an der Donau.

Die römischen Türme hatten keine Treppen im Inneren; die Wachmannschaft gelangte mit einer einziehbaren Leiter zum Eingang, der sich auf halber Höhe des Turmes befand.

Die Abstände zwischen den einzelnen Wachtposten am Limes waren so gewählt, dass von einem Turm aus stets die beiden benachbarten Türme in Sichtweite lagen.

Die nicht sehr beständigen Holztürme waren Vorgängerbauten der Steintürme, die in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr. entstanden. Die Steinmauer ersetzte dann den Palisadenzaun des Limes zu Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. Nach Vorschlägen zur Rekonstruktion hatten die Holztürme ein Fundament aus einem bruchsteingefüllten hölzernen Kastenwerk. Dieses Erdgeschoß diente wohl auch der Aufbewahrung von Nahrungsmitteln und Waffen. Die beiden folgenden Stockwerke waren in reiner Holzbauweise ausgeführt. Im mittleren Geschoß hielt sich die Wachmannschaft auf. Auch eine Feuerstelle gab es hier.

Aus vielen Türmen stammen Funde von einfachem Koch- und Essgeschirr sowie von Handmühlen. Damit bereiteten sich die römischen Soldaten Mahlzeiten aus Getreide zu.

Die eigentliche Wachtstube lag im obersten Stockwerk, wobei entweder eine umlaufende Galerie - wie bei dieser Wachtturm-Rekonstruktion - oder große Fensteröffnungen für den nötigen Ausblick sorgten.

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