Limesverlauf | Böbingen | 2

   
 
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Kastell Böbingen

© Bild: B. Efinger

Kohorten-Kastell Böbingen im Remstal
Fundamente des südlichen Kastelltores mit zwei Tortürmen

Die Gemeinde Böbingen liegt reizvoll beiderseits der Rems an der Stelle eines ehemaligen Römerkastells direkt am Limes. Der Ort geht auf eine alamannische Siedlung aus dem Jahr 1291 zurück und war vorher ein bedeutendes römisches Kastell, dessen Besatzung den Limes bewachte, der auf der anderen Seite des Remstales verlief.

Das Kastell Böbingen befindet sich am Südufer der Rems in Flur "Bürgle". Der Platz ist strategisch sehr günstig, auf einem von Rems und Klotzbach begrenzten Plateau, 30 m über der Talsohle, gewählt. Der Limes zieht am Talhang, der gegenüberliegt, in 1 km Entfernung vorbei. Von hier konnte eine Strecke von 15 km Länge mit 20 Türmen eingesehen werden. Das Kastell ist nach Norden, auf den Limes hin, ausgerichtet. Seine Entdeckung gelang General E. von Kallee 1886. 1892 untersuchte H. Steimle im Auftrag der Reichslimeskommission die Anlage.

Leider ist die Nordhälfte in den Jahren 1930 bis 1935 durch einen Steinbruch zerstört worden, ohne dass archäologische Ausgrabungen möglich gewesen wären. 1973 untersuchte das Landesdenkmalamt Abt. Bodendenkmalpflege, den verbliebenen Rest des Lagers vor einer bevorstehenden Überbauung.

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