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Altenstadt - Das Numeruskastell
Die verschiedenen Stufen der Entwicklung
© Bildquelle:
Die Römer in
Hessen", 1989,
D. Baatz & F.-R. Herrmann
Streckenabschnitt
4 - Marköbel - Inheiden
Östliche Wetteraustrecke - Nordteil - Wetteraukreis
Numeruskastell Altenstadt
Vom Kastell am
südwestlichen Ortsrand ist nichts zu sehen, weil die
Kastellfläche fast restlos überbaut ist. Außerdem
haben die Menschen schon nach der Zeit der Römer das
Kastell als kostenlosen Steinbruch benutzt.
Selbstverständlich haben sie auch gleich auf den
ehemaligen Römermauern ihre Häuser errichtet.
Offensichtlich
hatten die römischen Militäranlagen in Altenstadt
die Aufgabe, einen wahrscheinlich schon vorrömischen
Weg zu sperren, der an der Nidder entlang in den
Vogelsberg und weiter nach Fulda führte. Eine
weitere Aufgabe bestand mit Sicherheit darin, den
nur 5 km entfernten
Glauberg zu
überwachen, der in vorrömischer Zeit der Sitz eines
Keltenfürsten gewesen war und auf dem nach dem
Rückzug der Kelten die Germanen siedelten. Die Römer
duldeten aber weder Kelten noch Germanen auf
irgendwelchen Höhensiedlungen in oder am Rande ihres
Herrschaftsbereiches.
Das Kastell
erlebte mehrere Ausbauphasen. Es ist wohl unter
Kaiser
Domitian als
Kleinstkastell aus Holz [0,3 ha]
entstanden. Später wurde es mehrmals erweitert. In
einer dritten Ausbauphase unter Kaiser
Trajan wurde
es zu einem Holzkastell mit 0,9 ha Größe [Numeruskastell]
ausgebaut.
Nach weiteren
Vergrößerungen des Holzkastells wurde es in einer 6.
Bauperiode zum Steinkastell von 1,5 ha Größe
ausgebaut. Somit war die Fläche etwas größer als das
Kastell Holzhausen, das mit einer Fläche von 1,4 ha
eine Cohors peditata [berittene Einheit]
beherbergte.
[Demnächst erfolgt
eine Exkursion nach Altenstadt, welche zum Ziel hat,
die Sehenswürdigkeiten Altenstadts
vorzustellen.]
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