|

© Bild:
B. Efinger
Geleisestraße - Spuren von
Transportwagen?
Unmittelbar nördlich
des Grenzverlaufes zwischen dem Ostalb- und dem
Rems-Murr-Kreis befindet sich ein sehr seltener Fund,
der bis heute nicht ganz sicher gedeutet werden
konnte.
Etwa 300 m
südlich des WP 12/8 am Hang im Wald "Kreuzbühl"
befinden sich in dem stufenförmig abfallenden Felsen
mehrere teilweise parallel, teilweise im spitzen
Winkel zueinander verlaufende künstliche Rinnen mit
einer Tiefe von bis zu 10 cm.
Schon von
der Reichslimeskommission wurden diese Rinnen mit dem
Limes in Verbindung gebracht, wobei
der parallele Verlauf zu dem hier nachgewiesenen Limes
ein wichtiges Indiz für die zeitliche Zuordnung
darstellte.
Schon auf
den ersten Blick fällt die Ähnlichkeit zu
Geleisestraßen auf. In der Antike und dem Mittelalter
wurden in steilen Felsabschnitten Rinnen in den Fels
gehauen, um für die Wagen eine sichere Fahrmöglichkeit
zu schaffen. Deshalb ist es nahe liegend, dass es sich
hier um Reste einer parallel zum Limes verlaufenden
Begleitstraße handelt.
Die
Spurbreite von 1,10 m könnte allerdings auch auf
mittelalterliche Spuren hinweisen, da der gesicherte
römische Radabstand zwischen 1,30 und 1,40 m beträgt.
|